Umstellung auf VoIP: ISDN-Telefonanlage weiter nutzen

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DiMo
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Umstellung auf VoIP: ISDN-Telefonanlage weiter nutzen

Beitrag von DiMo » Freitag 8. September 2017, 07:22

Meine Erfahrung mit der Umstellung vom klassischen ISDN-Anschluss auf VoIP sind sehr gemischt. Hervorragend klappte die Umstellung von Telekom auf 1und1 mit einer Fritzbox 7490 und einer voll ausgereizten Eumex 312. Alle Funktionen sind problemlos erhalten geblieben. Eine Verbesserung hat sich sogar noch dadurch ergeben, dass die im Telefonbuch der Fritzbox gespeicherten Rufnummern auch in den an der Eumex angeschlossenen ISDN und Systemtelefonen mit Namen angezeigt werden. So etwas erlebt man nur bei der Kombination zweier deutscher Edelprodukte :-)

In den beiden von mir betreuten Fällen einer Umstellungen innerhalb der Telekom auf Hybridanschluss hat es beides Mal Probleme gegeben: im ersteren hat es ca. ein Jahr gedauert, bis das erforderliche Sicherheitsupdate für den von der Telekom gelieferten asiatischen Router bereitgestellt wurde. Im zweiten Fall gab es erst wochenlang Leitungsprobleme und nach einigen paar Monaten den ersten Totalausfall der Routers. Anstatt direkt ein neues Gerät zu versenden kam nach 5 Tagen endlich der Service und bestätigte den Geräteschaden, um dann ein neues Gerät per Post schicken zu lassen...

AndyO
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Re: Umstellung auf VoIP: ISDN-Telefonanlage weiter nutzen

Beitrag von AndyO » Dienstag 12. September 2017, 11:28

Die überaus positiven Betriebserfahrungen mit der FritzBox 7490 und nachgeschalteter ISDN-Anlage (bei mir eine Eumex 800V) kann ich bestätigen. Bei halbjährigen Reboots der FritzBox war bisher nie die Telefonie ursächlich.
Massive Probleme gab es jedoch mit einem Speedport 724V (hier Typ B) und über dessen LAN nachgeschaltetem Telekom Speedport ISDN-Adapter. Schon bei der Erstinbetriebnahne ließ sich der ISDN-Adapter nicht aktivieren. Nach erfolgtem Hardwaretausch war die Aktivierung nur remote durch den Service möglich. Dieses Konstrukt benötigte etwa alle 2 Wochen einen Kaltstart. Irgendwann stieg dabei die Konfiguration des ISDN-Adapters aus. Heute steht dort eine 7490 ohne jegliche Probleme. Ich kann daher vom Kauf des Telekom Speedport ISDN nur abraten.
Grundsätzlich empfehle ich dennoch, auf die ISDN-Hardware zu verzichten und lieber 5 FritzPhones per DECT zu betreiben. Das Fax dann ans Analog-Port. Wenn TFE angebunden sind oder die räumlichen Möglichkeiten es nicht zulassen, dann eine FritzBox mit s0-Interface.

Siggio
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Re: Umstellung auf VoIP: ISDN-Telefonanlage weiter nutzen

Beitrag von Siggio » Sonntag 17. September 2017, 11:20

Hallo zusammen,
Ja die Fritz Box 7490 ist für IP-Umstellung sehr gut. Aber auch die Telekomprodukte funktionieren. Bei größeren TK-Anlagen wird bei kleineren Geschäftskunden die DiggiBox Smart verbaut bzw der Zyxel-Router 5501 / 6501. Bei der DiggiBox ist es wichtig diese nicht per BNG durch die Technik einrichten zu lassen sondern diese bei Erstinbetriebnahme auf Mediagatway umzustellen. Dann werden alle zugeordneten Nummer an den ISDN-Bus weitergegeben.
Zum Thema ISDN-Adapter ist es wichtig diesen vor der Inbetriebnahme upzudaten. Mit Neuer Firmware klappt dann auch die Anbindung.

Holzmichl
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Re: Umstellung auf VoIP: ISDN-Telefonanlage weiter nutzen

Beitrag von Holzmichl » Samstag 6. Januar 2018, 15:55

AndyO hat geschrieben:
Dienstag 12. September 2017, 11:28
Die überaus positiven Betriebserfahrungen mit der FritzBox 7490 und nachgeschalteter ISDN-Anlage (bei mir eine Eumex 800V) kann ich bestätigen. ...
Auch die bei mir im Nov. 2017 installierte Fritzbox mit integriertem ISDN Bus in Verbindung mit einer aus der Vorinstallation vorhandenen Eumex 800V hat zu keinerlei Problemen bei der Umstellung von analog auf VOIP geführt. Die Empfehlung zur Fritzbox erhielt ich hier von einem im Forum postenden Kollegen. Ich als absoluter fernmeldetechnischer Laie war selbst erstaunt, wie einfach die Neuinstallation und auch Inbetriebnahme dieser Anlage nach Anbieterwechsel war, die mir ganz alleine ohne jegliche Hilfe von außen problemlos gelungen ist.
Da sich die Fritzbox bei mir im Keller mit umgebenden dicken Decken und Wänden aus Stahlbeton befindet, war es noch erforderlich, für das nicht über die Eumex800V betriebenen Dect-Telefon noch einen zusätzlichen Fritzdect-Repeater 100 im Erdgeschoss an einer Stromsteckdose zu installieren, so dass auch jetzt das Fritzphone im gesamten Haus erreichbar ist
Danke hier nochmals an DiMo für diese wirklich gute Empfehlung.

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