amplus und das Caos begann

Der Wechsel von einem Anbieter von Kommunikations-Dienstleistungen zu einem anderen birgt manchmal so mancherlei Problem in sich. Hier finden sie wertvolle Hinweise.
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Wolfgang
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amplus und das Caos begann

Beitrag von Wolfgang » Dienstag 1. Mai 2018, 10:37

UNENDLICH SCHNELLES INTERNET FÜR JEDEN:
Ein herzliches Grüß Gott im Breitbandnetz der amplus AG
Unsere Philosophie „Schnelles Internet für Jeden.“ setzen wir in ganz Ostbayern in die Tat um. DSL und Glasfaser bis ins Haus von der amplus AG erhalten Sie quer über Niederbayern, Oberbayern und die Oberpfalz. Wir sind spezialisiert auf die Internetversorgung in ländlichen Gebieten – auch für Sie ist der richtige Internet-Tarif dabei!

So die Werbung des Anbieters, was dann kam ist die Unendliche Geschichte Teil X.

Ich möchte Euch berichten, wie es so abgelaufen ist. EIne Firma mit einem Auslandsumsatz von 90% hat von der Telekom einen DSL 2000 Anschluss und ISDN. Alles läuft gut, auch wenn die Internetanbindung bescheiden ist.
So kommt es zur Kündigung der Telekom wg. Umstellung auf IP.

Die Firma fragt bei amplus nach und erhält die Aussage, DSL 50.000 ist machbar. Richtig gelesen, ein Sprung in den Hyperraum.

Beauftragt und auf den Tag des Umschaltungstermins gewartet. Erste Überraschung, der gelieferte Router, FritzBox hat nicht das Standartpasswort. Nach endlosen warten an der Hotline, das Passwort geben wir nicht heraus. Der Kunde hat ein Netzwerk mit Servern, also muss die IP-Adresse des Routers umgestellt werden. Außerdem wurde der Router gekauft.
Nach einer schier Endlosen Diskussion, endlich das Passwort. DSL geht nicht, wieder angerufen. Umschaltung erst am nächsten Tag, die Telekom ist schuld.
Morgens am nächsten Tag, DSL läuft, aber nur mit der hälfte der versprochenen Leistung. Bevor die Hotline wieder dran ist, kommt ein Mitarbeiter von amplus. Ja die halbe Leistung machen wir immer, außer der Kunde besteht auf die volle DSL Leistung. Ah ha.
Und übrigens, ins Ausland können Sie erst telefonieren, wenn Sie die Freischaltung beantragt haben. Zur Erinnerung, Umsatz Ausland 90%.
Das mit der Einschränkung der Telefonkosten in der FritzBox, hat er wohl vergessen.
3 Wochen läuft alles gut, Internet und auch die älteren ISDN-Anlage. Dann auf einmal keine Telefonate zeitweise möglich, egal ob ankommend oder abgehend. Im Router alles OK, aber ab und zu geht es doch wieder einmal, so für 30 Minuten.
Störung gemeldet und die Aussage, sobald das Internet geht ist alles in Ordnung. Funktioniert ja auch, nur die Telefonie macht zicken.
Nach unendlicher Suche im Internet und vielen Foren, die Fritzbox hat Probleme mit dem ISDN, trotz Update und auch der Anbieter, gibt er aber nicht zu.
Nach Hotline und Beschwerde an den Vorstand, endlich das Angebot, es kommt jemand vorbei. Zur Hilfe mal ein Analoges Telefon angeschlossen und siehe da, das funktioniert einwandfrei. Leider Keine Lösung, da an der Anlage 5 ISDN-Telefone und auch noch 10 Analoge Telefone hängen.
Die Kosten für Anfahrt und Arbeitszeit muss der Kunde tragen. Trotz Garantie – aber egal, erstmal soll der Anschluss wieder laufen.
In der Zwischenzeit mal die Protokolle der FritzBox etwas näher angeschaut. Was für ein Schock. Amplus hat sich einen Zugang in die FritzBox eingerichtet, der Kunde weis von nichts und von dort aus wurden auch am Tag der ersten Störung, Einstellungen geändert. Der Zeitpunkt passt genau zusammen. Leider ist die FritzBox nicht so schlau und Speichert auch, was geändert wurde.
Endlich der Techniker ist da und, er kann nichts machen, da im Router alles gut ausschaut. Nach endloser Diskussion und Hinweisen auf Gewährleistung usw. endlich, die Box wird auf Garantie getauscht. Die Kosten, ca. 150€ soll der Kunde tragen. Die Box wurde jedoch von amplus gekauft.
Da soll dann der Anwalt regeln. Hoffentlich läuft das jetzt, wir warten mal ab.

So am Rande noch eine Bemerkung. Eigentlich wollte ich ja eine DigiBox einbauen um mal zu schauen, ob der Fehler wirklich im Router ist. Leider kann oder will amplus keine weiteren Daten für die Einwahl herausgeben. Oder kennen diese selber nicht. Ohne diese ist jedoch eine Inbetriebnahme nicht möglich., denn die DigiBox ist ja Telekom gebrandet.
Es sollte sich also jeder Überlegen, ob er wirklich etwas an einem bestehenden Anschluss ändern will. So ganz nebenbei noch der Hinweis, dass bei IP-Anschlüssen fast alle Faxe, Alarm- und Meldeanlagen, Probleme bereiten können.
Helfe gerne bei einer Lösung, Gruß Wolfgang

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