Support-Projekt: Ladestationen für E-Bikes mit Internetzugang

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Support-Projekt: Ladestationen für E-Bikes mit Internetzugang

Beitrag von Administrator »

Support-Projekt: Ladestationen für E-Bikes mit Internetzugang

Spätestens bei der Bergetappe erwartet das klassische Fahrradfahren körperlichen Einsatz. Zum persönlichen Geschmack oder Fitnessgrad passt das nicht immer. Das Blatt wendet sich mit dem unterstützen-den Technikkonzept von E-Bikes (Pedelecs). Dadurch erleichtert sich die Entscheidung für die umweltfreundliche Fortbewegung. Sie kommt ganz nebenbei der Gesundheit zugute. Mit Blick auf den Win-Win-Effekt handelt es sich um einen förderwürdigen Mobilitätstrend, der bestenfalls für viele Menschen zur gelebten Normalität wird.

Symbiotisches Gefüge – Internet und Ladestation
Der Akku hat eine begrenzte Kapazität. Bei längeren Strecken ist es erforderlich, für Energienachschub zu sorgen. Städte, Tourismusverbände, Gastbetriebe und andere Akteure gehen auf den Bedarf zunehmend mit E-Bike-Ladestationen ein. Dockt man sich dort an, ergibt sich eine Wartezeit. Sie böte sich exemplarisch dafür an, die nächste Tour-Etappe zu planen oder berufliche Aufgaben digital zu erledigen. Der Internetzugang ist nicht nur hierfür relevant. Mitunter ist er die Grundvoraussetzung, um die Stromtankstelle zu nutzen. Einige Anbieter setzen auf Weblösungen oder Apps für die Buchung, Steuerung und Bezahlung von Charge-Dienstleistungen.

Nach wie vor weist das deutsche Mobilfunknetz reichlich Lücken auf. Insbesondere beschauliche Landstriche sind davon betroffen, die zum Radeln einladen. Außerdem ist das Datenvolumen bei Mobilfunkverträgen meist begrenzt. Beim unglücklichen Zufall ist es in dem Moment aufgebraucht, wenn man an der Ladestation dringend Internet benötigt. Die Beispiele verdeutlichen, wie eng die komplikationsfreie Nutzung des E-Bikes mit dem Internetzugang verwoben ist. An Ladestationen fällt dem kostenlosen WLAN eine Schlüsselrolle zu.

Im Digitalzeitalter theoretisch notwendig, praktisch aber nicht vorhanden
Es gibt reichlich Argumente dafür, E-Bike-Ladestationen an Bahnhöfen zu platzieren. Vielerorts entscheiden sich Städte für diesen Standort. Jetzt könnte man vermuten, dass sich dadurch der kostenlose Internetzugang automatisch ergäbe. Diese Annahme zielt an der Realität vorbei. Die Deutsche Bahn AG (DB AG) hat das E-Bike auf dem Schirm. Im Februar bestellte sie beispielsweise 18 fortschrittliche Züge mit Ladestationen in den Waggons. Sie sind für den Regionalverkehr in der Lausitz gedacht, die bei Fahrradtouristen beliebt ist.

Unmodern präsentiert sich die DB AG beim Service rund ums WLAN. Das offenbarte die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage: Anfang April 2020 boten lediglich 641 der 5.376 Verkehrsstationen einen kostenfreien Internetzugang. Mehr als die Hälfte davon befindet sich in Hessen. Demnach kann man sich nicht auf das logische Matching verlassen, um gezielt eine E-Bike-Ladestation mit WLAN anzusteuern. Erschwerend kommt hinzu, dass die verschiedensten Akteure für Lademöglichkeiten sorgen. Das führt nicht nur zur Unübersichtlichkeit. Es ist bislang fast unmöglich, sich im Vorfeld ein Bild von den Serviceleistungen an einem Charge-Point zu machen.

Typisch proT-in: Problem anpacken statt beklagen
Genau dieser Misere widmet sich ein Projekt von proT-in Support e.V., das im Zusammenhang mit dem engagierten Ruhestand steht. Zunächst werden frei zugängliche Hotspots in der Nähe von Ladestationen ausfindig gemacht. Das setzt meist voraus, den Standort aufzusuchen und zu testen. Gegebenenfalls ist die Kontaktaufnahme mit relevanten Akteuren wie Touristikbüros und Gemeindeämtern zielführend. Dokumentiert werden infolge der Recherche grundlegende Parameter wie die GPS-Daten des Standorts und – soweit möglich – die SSID des Netzes. Ergänzt werden interessante Details zu der Ladestation (z.B. Anzahl der Steckdosen) und dem WLAN (z.B. Signalqualität).

Vorerst gilt es, regionale Listen mit übersichtlicher Strukturierung zu erstellen. Darauf aufbauend wird angestrebt, die Datensätze in eine interaktive Karte zu übertragen. Die ersten Ergebnisse sind für die Mitglieder von proT-in Support e.V. im Forum schon zugänglich. Die Initiative ergriff ein engagierter Ruheständler. Er leistet mit seiner aktiven Mitgliedschaft einen wichtigen Beitrag für die E-Mobilität in Deutschland. Logischerweise ist es aber im Alleingang nicht leistbar, die gesamte Bundesrepublik zu durchforsten.
»	 Jürgen Meyer alias hokisurfer
» Jürgen Meyer alias hokisurfer
Wer das Projekt mit seiner Mitarbeit vorantreiben möchte, kann sich gern im proT-in Support Forum melden: www.prot-in.support/viewforum.php?f=31
Ihr Ansprechpartner ist Jürgen Meyer.

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